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Denkstücke für Unternehmensgründer
Zusammen ist man weniger allein?

Denkstücke für Unternehmensgründer© iStock.com/Mattjeacock

Die Entscheidung für die Selbstständigkeit ist gefallen – nun gilt es, die ersten Schritte auf dem Weg zur eigenen Praxis zu gehen. Eine grundlegende Richtung gibt der Entschluss für eine bestimmte Praxisform vor.

Der Gesundheitsmarkt verändert sich stetig: Derzeit liegen die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und ganzheitliche Therapieansätze voll im Trend. Nicht ohne Grund liegt der Gedanke, nicht als Einzelkämpfer auf die Straße zu gehen, sondern sich auf eine Kooperation mit anderen Therapeuten einzulassen, häufig nahe. Welche Praxisform – Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis oder (interdisziplinäre) Praxisgemeinschaft – schlussendlich zur eigenen Arbeitsweise und Gründungsphilosophie passt, ist jedoch wie so oft von individuellen Vorlieben abhängig.

Eine kleine Orientierung im Dschungel der Praxisformen

Bei einer Einzelpraxis bzw. einem Einzelunternehmen ist allein der zugelassene Physiotherapeut verantwortlich und entscheidungsberechtigt. Zwar kann die organisatorische und therapeutische Ausrichtung der Praxis eigenverantwortlich bestimmt werden, doch das bedeutet auch, dass die unternehmerische Verantwortung nur auf einem Schulterpaar ruht. In einer Gemeinschaftspraxis bzw. Berufsausübungsgemeinschaft sind zwei oder mehr Physiotherapeuten miteinander in gemeinsamen Praxisräumen tätig und teilen sich die Praxisausstattung und die Mitarbeiter. Die Einnahmen laufen in einem Topf zusammen und werden nach bestimmtem Verteilungsschlüssel auf geteilt. Alle Inhaber arbeiten unter einem gemeinsamen Institutionskennzeichen (IK) zusammen und haben entsprechend eine gemeinsame Kassenzulassung. Die Rahmen bedingungen der Zusammenarbeit sind in einem Gesellschaftervertrag geregelt. Bei der Gründung einer Gemeinschaftspraxis sind verschiedene Rechtsformen denkbar.

In einer Praxisgemeinschaft werden die Praxisräume gemeinschaftlich von mehreren Praxisinhabern genutzt. Es ist auch denkbar, dass jeder Inhaber sein jeweils eigenes Personal anstellt. Alle Praxisinhaber der Praxisgemeinschaft haben jedoch eine eigene Kassenzulassung und IK und rechnen entsprechend eigenverantwortlich mit den Kostenträgern ab. Gleiches gilt oft auch in Bezug auf Privatpatienten oder sogenannte Selbstzahlerleistungen, wie zum Beispiel Präventions- oder Wellnessangebote. In interdisziplinären Praxisgemeinschaften arbeiten Praxisinhaber verschiedener Fachrichtungen – Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Podologen oder Ernährungstherapeuten – zusammen. Voraussetzung für die Kassenzulassung einer interdisziplinären Praxisgemeinschaft ist das Vorhandensein einer fachlichen Leitung pro Heilmittelbereich. Das kann entweder der Praxisinhaber selbst oder ein angestellter fachlicher Leiter sein, der alle fachlichen und persönlichen Voraussetzungen des betreffenden Heilmittelbereichs erfüllt. Zudem muss die Praxis grundsätzlich von privaten Bereichen abgeschlossen sein.

Wie die Voraussetzungen für eine Kassenzulassung aussehen, ist den Zulassungsempfehlung nach § 124 Abs. 4 SGB V für Heilmittelerbringer zu entnehmen – in der Fassung vom 22. Mai 2018, die seit 1. August anzuwenden ist. Da diese Empfehlungen unter Umständen von den jeweiligen gesetzlichen Krankenkassen im Detail unterschiedlich ausgelegt werden könnten, ist es ratsam, sich im Vorfeld an seinen Berufsverband oder direkt an die zulassenden Krankenkassen zu wenden. Relevant sind in der Regel die Krankenkassen des Bundeslandes, in dem die Praxis eröffnet werden soll.

Ihnen schwirrt der Kopf? Kein Wunder, denn bei der Wahl der richtigen Praxisform gibt es viel zu beachten. Bereits im Entscheidungsprozess einen Rechtsanwalt und einen Steuerberater hinzuzuziehen, der sich mit den rechtlichen Hintergründen der verschiedenen Praxisund Rechtsformen auskennt, hilft den Durchblick zu behalten und fundierte Entscheidungen zu treffen.



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