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Der Therapiebericht als Marketingtool
Teil 2: Inhalte

Der Therapiebericht als Marketingtool© Carlie’s / shutterstock.com

Wie lange muss ein Therapiebericht sein? Das fragen sich viele Physiotherapeuten. Was sollte in einem Bericht stehen? Im Folgenden lesen Sie Tipps und Hinweise.

Für die exakte Länge eines Therapieberichts gibt es keine verbindlichen Anoder Vorgaben. Vielmehr ist es zweckdienlich, sich an den Erfordernissen und Zielen des Berichts zu orientieren. Stellen Sie sich also die Frage: „Was soll der Therapiebericht bezwecken?".

Für eine kurze Information des Arztes genügen evtl. vier bis fünf knappe Sätze. Stellten sich im Behandlungsverlauf neue Symptome ein oder gar eine deutliche Verschlechterung der aktuellen Situation, so sind Veränderungen im gesamten Therapieplan unumgänglich. Der Arzt sollte entsprechend ausführlicher informiert werden.

Wenn von einem physiotherapeutischen Bericht sogar eine erforderliche Weiterbehandlung abhängt, zum Beispiel bei neurologischen Patienten, oder eine fachliche Expertise – für eventuelle Reha-Maßnahmen, Berentung oder Unfallklärung –, so sind drei bis vier Seiten durchaus angemessen.

Marketing und zielgerichtete Werbung

Eine Physiotherapie-Praxis füllt sich hauptsächlich durch ärztliche Verordnungen. Daher ist es nie ein Fehler, den Verordnern auch zu zeigen, mit welchen Methoden und Techniken welche Be - handlungserfolge erreicht werden können.

Ein guter Therapiebericht bietet eine hervorragende Möglichkeit, Informationen zu transportieren und den Arzt im positiven Sinne auf sich aufmerksam zu machen. Er ist wie eine Visitenkarte. Versehen mit dem Praxis-Logo, der Anschrift, Internet und den kompletten Kontaktdaten erfüllt der Bericht gleichzeitig eine wichtige Werbefunktion. Ist dann noch der folgende Text, also der eigentliche Patientenbericht, fachlich fundiert und prägnant formuliert, haben Sie die Aufmerksamkeit des Arztes gewonnen.

Jeder Bericht, der die Praxis auf Ihrem Geschäftsbriefpapier verlässt, ist ein werbewirksames Instrument. Damit können Sie auch die Kernkompetenzen Ihrer Praxis und Ihrer Mitarbeiter vermitteln, wodurch der Therapiefokus auf ein be - stimmtes Fachgebiet gelenkt wird. Viele Ärzte wissen schlicht nicht, welcher Therapeut welches Spezialgebiet beherrscht.

PRAXISBEISPIEL

Gehen Sie auf die Hauptprobleme des Patienten ein und evtl. auch auf relevante Nebenprobleme.

Zum Beispiel: „stechender Schmerz in der linken Gesäßhälfte bei schnellem Drehen des Oberkörpers nach rechts“

Weitere Beispiele für führende Hauptprobleme am Bewegungs apparat:

✔ Starke Schmerzen in der Beckenregion, vor allem beim Treppensteigen

✔ Schmerzen in der lumbalen Wirbelsäule beim Anziehen von Socken, Schuhen oder der Hose, auch beim Bücken

✔ Ausstrahlende Schmerzen in den rechten Unterschenkel (bis zum Fuß) beim Klettern

Sekundäre Nebenprobleme:

✔ Schmerzen beim Bücken oder Schuhe-/Sockenanziehen, selten auch kraftloses Gefühl in den Beinen (rechts mehr als links) beim Treppensteigen

Dokumentieren Sie mögliche Hauptbefunde aus der subjektiven Untersuchung (Anamnese) und aus der objektiven Untersuchung (körperliche Untersuchung).

Beispiele für subjektive Untersuchungsergebnisse:

✔ Morgendliche Anlaufschmerzen

✔ Schmerzen beim Treppensteigen

✔ Schmerzen lassen nach ca. 10 Minuten Gehen nach

✔ Zunehmend unangenehmes Spannungsgefühl im unteren Rücken bei längerem Sitzen (> 60 Minuten)

Beispiele für objektive Untersuchungsergebnisse:

✔ Aktive Flexion LWS°, wird schmerzhaft (NAS 3/10)

✔ Rotation lumbal schmerzhaft, nach rechts (NAS 4/10), nach links (NAS 3/10)

✔ Passiv zeigen diese Bewegungen (F, Rot) eine geringe Bewegungs- und Belastungstoleranz im Bereich L3 bis S2

✔ Palpationsschmerz paravertebral rechts der LWS (L3/4/5) NAS 3/10

Benennen Sie Ihre Behandlungsinterventionen:

✔ Manuelle Mobilisation der lumbalen WS-Abschnitte jeweils in F +Rot zur Verbesserung des aktiven ROM.

✔ Manuelle translatorische Mobilisation der Facettengelenke nach posterior und nach medial in den Bewegungsgraden III + IV zur Verbesserung der chondralen Gleitflächen und damit der Gleitbewegungen.

✔ Weichteiltechniken (WTT) zur Detonisierung der hypertonen Muskulatur.

✔ Zur Verbesserung der allgemeinen Ausdauer werden Trainingseinheiten auf dem Crosstrainer durchgeführt.

✔ Patient ist mit einem individuellen Übungsprogramm versorgt worden (Kräftigung von Rücken- und Bauchmuskeln sowie Eigenmobilisation lumbale Rotation).

✔ Kraftaufbau der reduzierten Muskulatur durch ein repetitives Widerstandstraining in der Trainingstherapie (Thera-Band+Zugapparat).

Halten Sie für den Arzt Veränderungen während der Therapie fest und unterscheiden Sie zwischen objektiven und subjektiven Veränderungen.

Nach sechs Behandlungssitzungen zeigen sich folgende Veränderungen:

Objektive Veränderungen

✔ Aktive Mobilität LWS Flexion (FBA anfänglich 48 cm - nun 13 cm)

✔ Palpationsschmerz paravertebral deutlich reduziert NAS 1/10

✔ Muskelfunktion M. iliopsoas: 6; lumb. Rückenstrecker: 6; M. rectus femoris: 6

✔ Hypertonus der eingangs beschriebenen Muskeln beseitigt

Subjektive Veränderungen

✔ Morgendliche Schmerzen nahezu beseitigt

✔ Längeres Sitzen nun bis zu 3 Stunden ohne Schmerzen und Spannung möglich

Geben Sie durchaus prognostische Einschätzungen und Therapieempfehlungen ab.

Einschätzungen:

Die Erfolge der bisherigen Behandlungsinterventionen zeigen, dass über eine physiotherapeutische Behandlung positive Effekte auf die Leitsymptomatik des Patienten zu erreichen sind. Die Restbeschwerden können durch eine Fortsetzung der Behandlung mit Manueller Therapie und aktiver Trainingstherapie nochmals verbessert werden.

Empfehlungen:

Wenn weiterer Therapiebedarf besteht, da noch Restbeschwerden vorhanden sind: Im momentanen Stadium sind weiterführende Behandlungen mit Manueller Therapie zu empfehlen, um die Restbeschwerden zu verbessern.

Sind alle Therapieziele erreicht, kann sich das folgendermaßen anhören: Die Beschwerden konnten komplett beseitigt werden. Weitere Physiotherapie ist daher nicht erforderlich. Bei rezidivierenden Beschwerden ist eine zeitnahe Wiederaufnahme der Therapie zu empfehlen.

Mit entsprechender Bericht erstattung lassen sich solche Therapieschwerpunkte etablieren und weiter ausbauen.

 



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