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Feiern – von Hamburg bis nach Bayern
Feste steuerlich optimal planen

Feiern – von Hamburg bis nach BayernAbb: Rawpixel / stock.adobe.com

Ein Praxisinhaber lädt die Mitarbeiter zum Sommerfest ein. Das kann er steuerlich absetzen. Aber wie verhält es sich mit einem Tag der offenen Tür, möglichst noch zum 10-jährigen Bestehen der Praxis?

Ein Betriebsausflug mit der ganzen Praxis, ein Grillabend mit den Angestellten und deren Partnern, ein Fest zum Betriebsjubiläum, ein runder Geburtstag oder auch eine Veranstaltung zum Tag der offenen Tür – zum Feiern gibt es genügend Gründe. Schön wäre es für den Praxisinhaber natürlich, wenn sich das Finanzamt dann an den Kosten beteiligen würde. Allein Kollegen, Mitarbeiter sowie Geschäftsfreunde einzuladen, reicht hierfür jedoch nicht aus. Denn für einen Steuerabzug bedarf es grundsätzlich erst einmal eines beruflichen oder betrieblichen Anlasses. Keine Feier ist wie die andere und muss stets im Einzelfall geprüft werden.

Klassische Betriebsveranstaltung mit den Mitarbeitern

Als guter Chef zeigt man sich gern freigiebig, wenn es darum geht, zu Weihnachten oder im Sommer ein kleines Fest mit der Belegschaft zu feiern. Im Allgemeinen werden die Ausgaben auch steuerlich als Betriebsausgaben anerkannt, sofern es sich nicht um offensichtlich unangemessene Veranstaltungen handelt, die nicht mehr im eigenbetrieblichen Interesse eines Unternehmers liegen. 

Grundsätzlich kann der Praxisinhaber hier aber richtig die Spendierhosen anziehen. Problematisch dabei ist nur, dass die Kosten beim Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil zu behandeln sind, soweit sie den Freibetrag von 110 Euro je Mitarbeiter übersteigen. Entfallen auf den einzelnen beispielsweise 150 Euro, sind 40 Euro steuer- und sozialversicherungspflichtig. In solchen Fällen pauschalieren Arbeitgeber in der Regel die Lohnsteuer mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer, um Ärger mit der Belegschaft zu vermeiden. Der Vorteil: Der Steuersatz dürfte meist günstiger sein als die reguläre Lohnsteuer. Zudem fallen Sozialversicherungsbeiträge in diesem Fall auch nicht an.

Der Freibetrag von 110 Euro steht jedem Mitarbeiter für maximal zwei Betriebsveranstaltungen im Jahr zu. Wurde der Freibetrag bei der ersten Veranstaltung nicht in voller Höhe ausgenutzt, kann er allerdings nicht auf die zweite Feier übertragen werden. Das dritte Fest ist also voll steuer- und sozialversicherungspflichtig, sofern der Arbeitgeber dies nicht pauschal versteuert. Einzubeziehen sind grundsätzlich alle Kosten, die für das Event ausgegeben werden, zum Beispiel Reisekosten, Übernachtungskosten, Raummiete, Entertainment, Verpflegung, Getränke und Geschenke. Einige Unternehmer laden auch gern die Angehörigen der Mitarbeiter ein. Der Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen. Denn ein in das Arbeitsumfeld des angestellten Physiotherapeuten integrierter Partner bringt mit Sicherheit mehr Verständnis auf, wenn Überstunden oder Samstagsarbeit anstehen.

Diese auf den Partner entfallenden Kosten sind dem jeweiligen Arbeitnehmer jedoch als eigener geldwerter Vorteil zuzurechnen. Wer also ein ganzes Familienfest mit Clown und Hüpfburg veranstalten will, sollte genau kalkulieren, ob er hierfür genügend Mitarbeiter beschäftigt und somit innerhalb der Freibetragsgrenzen bleibt. Die Ausgaben sind im Übrigen immer brutto anzusetzen. Ob der Praxisinhaber aus den anfallenden Kosten (teilweise) Vorsteuer geltend machen kann, spielt dabei keine Rolle.



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