Thera-bizDas Magazin für Ihren wirtschaftlichen Erfolg

- Anzeige -

- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -
- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -

News - Die Themenbereich von Thera-BIZ

Neuigkeiten aus der Gesundheitsbranche. Hier erfahrt Ihr es zuerst. Neueste Meldungen und Informationen unkompliziert und direkt.

Gut geplant ist schon halb gemacht!

Gut geplant ist schon halb gemacht!

Selbstverständlich freuen sich Unternehmer, wenn der Laden sprichwörtlich läuft. Doch immer neue Aufträge zu akquirieren, mehr Personal einzustellen und räumlich zu expandieren sind noch lange keine Garantie dafür, dass sich ein Unternehmen auch langfristig gut entwickelt. Wer seinen Betrieb zukunftsfähig aufstellen möchte, braucht einen guten Plan und sollte das eigene Wachstum strategisch angehen.

Qualität, Präzision und Innovation kennzeichnen den deutschen Mittelstand. So beschreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das „Erfolgsmodell KMU“. Als produktive Unterstützer für Großunternehmen, Zulieferer für den internationalen Markt sowie im EU-Vergleich hochgradig aktive Innovatoren, nehmen KMU eine tragende Rolle in der Wirtschaft ein. Entsprechend stolz sind Unternehmen auf ihre Produkte und Leistungen.

Doch kommt die Frage auf, wo sich das Unternehmen in drei, fünf oder zehn Jahren sieht, weicht der Stolz oft Unsicherheit. Schlagworte wie Strategie und Planung werden meist nur auf das laufende Geschäftsjahr bezogen. Die visionäre Aufgabe eines Unternehmers ist es jedoch auch, sich seinen Platz in der Zukunft auszumalen und konkrete Meilensteine für den Weg dahin zu setzen. Dafür fehlt es im alltäglichen Management oft an Zeit oder dem Wissen, wie sich diese strategischen Prozesse umsetzen lassen. Eine Zusammenarbeit mit externen Partnern kann Unternehmern das strategische Denken zwar nicht abnehmen, sie jedoch umfassend unterstützen. Es heißt nicht umsonst: Gut geplant, ist halb gemacht.

Bestandsaufnahme

Eine Strategie setzt sich aus einem Katalog an Maßnahmen zusammen, die dem Wachstum zuträglich sind. Bevor man den Schritt nach vorn geht, gilt es, den gegenwärtigen Standpunkt zu erörtern. Wie ist das Unternehmen derzeit aufgestellt? Welche Produkte und Leistungen gibt es? Welche davon bringen gute Umsätze ein, welche sind imageträchtig, aber werfen weniger Gewinn ab? Wer sind die Zielgruppen und welche Bedürfnisse haben diese? Auch die Analyse der Geschäftszahlen gehört zum Auftakt: Welche Kosten entstehen, welche Umsätze stehen ihnen gegenüber und welche Preisbildungspolitik verfolgt ein Unternehmen?

Die Anzahl der Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren verdoppeln, ein neues Fertigungsgebäude beziehen, ein weiteres Produkt auf den Markt bringen – Fixsterne für jede Strategie sind die Unternehmensziele: Hier differenziert man in kurz-, mittel- und langfristige Ziele und plant eine zeitliche Spanne von maximal acht bis zehn Jahren. Daraus können Fakten zu Distribution, personellen und infrastrukturellen Kapazitäten, notwendigem Kapital und erforderlichen Maßnahmen abgeleitet werden.

Ein nüchterner und realistischer Blick ist dabei besonders wichtig – vor allem bei kritischen oder unangenehmen Themen. Denn: In vielen Unternehmen haben sich Prozesse eingefahren, die bei genauerem Hinschauen die Effizienz belasten und jegliche Zukunftspläne auf wackelige Beine stellen. Hier kann – und sollte – optimiert werden.

Elemente der  Wachstumsstrategie

Ist der Status quo analysiert, kann das Wachstum strategisch ins Auge gefasst werden.

Beispiele für Kernthemen:

  • Investitions- und Finanzierungskonzeption: Was wird wie finanziert?
  • Kapitalbeschaffung: Woher kommen die Mittel: Hausbankkredit, Beteiligungen, ergänzende Ansätze wie Factoring?
  • Planung und Controlling: Wie ist das laufende Budget? Wie entwickeln sich die Märkte? Wie bleibt man wirtschaftlich?
  • Aufbau- und Ablauforganisation: Wo liegt welche Kompetenz? Welche Aufgaben kann der Chef abgeben? Wer setzt welche Maßnahmen um?
  • Juristische Begleitung: Welche Rechtsberater werden beispielsweise bei einer Umfirmierung benötigt? Sind AGBs + Arbeitsverträge noch aktuell?
  • Steuerplanung: Ergeben sich durch das Wachstum Fallstricke in der Besteuerung?
  • Marketing und Kommunikation: Welcher Zielgruppe soll welches Unternehmensbild vermittelt werden?

Im Idealfall wird die Strategie ganzheitlich geplant. Außerdem sollten alle Beteiligten gemeinsam mit Geschäftsführung und leitenden Angestellten an einem Tisch sitzen. So können manche Reibungen vermieden werden und alle relevanten Personen besser an der gemeinsamen Wachstumsstrategie arbeiten.

Kalkulation, Kommunikation & Finanzierung

Grundsätzliche Aussagen zu Zielgruppen, Vertriebswegen und kalkulatorischen Fundamenten sind jetzt bereits getroffen und die Analyse gab Aufschluss, wo Schärfungen und Anpassungen erforderlich sind.

Je nachdem, wie das Wachstum erreicht werden soll, stellen sich dennoch erneut ähnliche Fragen. Neue Geschäftsfelder oder Marktbereiche bringen auch neue Zielgruppen mit sich. Dafür benötigt es Strategien für die Kommunikations­ansprache sowie den Vertrieb. Welche Alleinstellungsmerkmale zeichnen ein Unternehmen im zusätzlichen Produkt- oder Leistungssegment aus und wie kommuniziert man diese effektiv? Eng verknüpft damit ist beispielweise auch die Kalkulation, Kapazitäts- und Liquiditätsplanung.
Bisweilen werden frisches Kapital, zusätzliche Maschinen und weitere Arbeitsplätze notwendig. Investitionsplanung und die entsprechende Kapitalbeschaffung sind absolute Grundlagen, damit Wachstum nachhaltig realisiert werden kann. Zu beachten sind dabei eine fristenkongruente Finanzierung sowie ein Mix aus Geldgebern und Modellen, für den größtmöglichen finanziellen Spielraum.

Prüfen & Gestalten

In die Strategie sollten auch rechtliche und steuerliche Aspekte einfließen: Angeraten ist u.a. die regelmäßige Überprüfung der Rechtsform mit den daran geknüpften steuerlichen Konsequenzen. Kann man die neuen Geschäftsfelder beispielsweise in eine eigene Gesellschaft einbetten und dadurch steuerliche Vorteile genießen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es vom Gesetzgeber? Wie steht es um Haftungsfragen, wenn ein Unternehmen zum Beispiel Kooperationen eingeht oder mit Innovationen international expandiert? Wachstum bedeutet auch immer Risiko, das durch Ausgliederungen – etwa in eine Vertriebsgesellschaft – oder den Wandel der Rechtsform minimiert werden kann.

Juristische Begleitung sollte auch als solche verstanden werden: Rechtsberatung ist kein punktueller Anlass, sondern fortlaufender Bestandteil der Unternehmensführung. Nicht nur die Neugestaltung von Verträgen steht dabei im Mittelpunkt – auch die regelmäßige Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie laufender Verträge garantiert rechtssichere Aktualität und kann damit möglichen kostenintensiven Konsequenzen vorbeugen. Außerdem verändern sich mit zunehmender Unternehmensgröße auch die Vorgaben und die Komplexität in Sachen Datenschutz. Dann werden beispielsweise Fragen wie „Ab welcher Beschäftigungszahl benötigt mein Unternehmen einen eigenen Datenschutzbeauftragten?“ relevant.

Strukturen & Abläufe

Wenn Unternehmen wachsen, wird oft auch das Team größer. Formationen und Prozesse aus der Gründungs- oder Konsolidierungsphase mit eher überschaubaren Mitarbeiterzahlen passen selten auf gewachsene Belegschaften. Viele Unternehmen vergessen, ihre Strukturen an das Wachstum anzupassen, beispielsweise durch einen eigenen Personalverantwortlichen oder das Einführen eines mittleren Managements. Je größer das Unternehmen wird, desto mehr Sorgen und Probleme landen auf dem Schreibtisch des Chefs. Kompetenzen sind unklar, Zuständigkeiten nicht konkret definiert.
Werden neue Mitarbeiter eingestellt, fehlen häufig aussagekräftige Stellenbeschreibungen. Die unternehmensinterne Infrastruktur wird den gewachsenen Aufgaben nicht mehr gerecht. Unzufriedenheit kann sich breit machen, die sich im schlimmsten Fall auf die Produktivität niederschlägt. Die Auswirkungen werden dann im Geschäftsergebnis sichtbar. Durch Mitarbeitergespräche, eindeutige Zuständigkeiten, einen wachsamen Blick auf die Abläufe und die stetige Weiterentwicklung aller Prozesse und Tätigkeiten kann nachteiligem Wachstum vorgebeugt werden.

Meilensteine im Überblick

  • Analyse der Ist-Situation
  • Definition Unternehmensziele
  • Preispolitik und Ressourcenplanung
  • Rechtsbegleitung  und Steueroptimierung Investition und Finanzierung
  • Kompetenzprofile, Zuständigkeiten, Prozesse
  • Marketing und Kommunikation
  • Controlling und Anpassung

Über den Autor

Simon Leopold ist Unternehmensberater und Geschäftsführer bei der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG (https://abg-partner.de), einem Unternehmen im Beratungsverbund ABG-Partner.

Bild:
© AdobeStock_161412527_kritchanut


« zurück

Bitte aktualisieren Sie Ihren Internet Explorer.
Internet Explorer 8 herunterladen
Ihr Online Team