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Handschuhe für Rollstuhlfahrer
Trainingserleichterung und Komfort in einem

Handschuhe für Rollstuhlfahrer

Physiotherapie-Praxen, die Rollstuhlfahrer zu ihren Patienten zählen und ihnen ein medizinisches Fitness-Training anbieten, können mit speziellen Handschuhen für diese Zielgruppe punkten. Als Serviceleistung wie als Zusatzgeschäft. Wie? Das erläutert Marcus Chiba im Gespräch.

Chiba, bekannt für seine Sporthandschuhe, ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Sitz im Berchtesgadener Land und ist der einzige verbliebene Hersteller in Deutschland. Schon 1853 wurde das Unternehmen gegründet und heute hat Marcus Chiba in fünfter Generation die Geschäftsführung inne. Neben dem Sportbereich werden in einem eigenen Werk in Indonesien ebenso für Feuerwehren und technische Hilfeleistungen Spezialhandschuhe gefertigt. Doch das nicht allein: Auch Rollstuhlfahrer sind eine wichtige Zielgruppe.

THERA-BIZ: Seit wann bieten Sie spezielle Handschuhe für Rollstuhlfahrer an?

Marcus Chiba: Als wirklicher Handschuhhersteller produzieren wir bereits seit mehr als 20 Jahren Handschuhe für bekannte Marken im Rollstuhlmarkt. Unsere eigene Linie gibt es seit sieben Jahren. Wir haben mit der eigenen Marke angefangen, weil die Rollstuhlhandschuhe am Markt nicht wirklich gut waren und es keine funktionellen Handschuhe für Rollstuhlfahrer gab.

THERA-BIZ: Gibt es besondere Eigenschaften oder Anforderungen im Vergleich zu anderen Handschuhen?

Marcus Chiba: Rollstuhlhandschuhe benötigen im Griffbereich ein sehr robustes Material, da mit den Händen beschleunigt und gebremst wird. Wir verwenden meist silikonisiertes Kevlar, das hoch abriebsicher ist und durch die Silikonisierung einen guten Grip gibt. Ein weiterer Punkt sind Verstärkungen im Daumen-Zeigefinger- Bereich, da hier die größten Belastungen auftreten. Unsere Handschuhe sind in diesem Bereich durch eine spezielle Konstruktion meist nahtlos, um Druckstellen zu vermeiden. Außerdem sollten Rollstuhlhandschuhe unbedingt waschbar sein. Für Tetraplegiker gibt es nochmals spezielle Handschuhe, die leicht anzuziehen sind und ebenso durch das silikonisierte Kevlar auf gummierten Greifringen optimalen Grip bieten.

THERA-BIZ: Wo kommen die Rollstuhl- Handschuhe zum Einsatz?

Marcus Chiba: Ich möchte hierzu nochmals kurz auf Trainingshandschuhe für Fitness-Studios eingehen, da Fitnesstraining und Muskelaufbau für viele Rollstuhlfahrer ein wichtiges Thema ist. Warum braucht man Fitnesshandschuhe? Um es kurz zu sagen, sie reduzieren einerseits Blasen und Schwielen und sind gleichzeitig wichtig für die Hygiene im Studio. Andererseits sorgen Handschuhe für einen sicheren Griff an den Geräten, was das Verletzungsrisiko reduziert, und stabilisieren das Handgelenk, um Muskelgruppen gezielter trainieren zu können.

Ein wichtiges Thema für Rollstuhlfahrer ist vor allem das Karpaltunnelsyndrom, da durch die unnatürliche Belastung der Hände viele Rollstuhlfahrer darunter leiden. Die Hände schmerzen oder es kann sogar ein Taubheitsgefühl in den Fingern auftreten. Chiba hat dafür das BioXCell-System entwickelt, dass das Einschlafen der Hände verhindert.

THERA-BIZ: Könnten Sie das nochmals genauer erläutern?

Marcus Chiba: Der Ulnarnerv geht am Außenballen der Hand entlang zum kleinen Finger und zum Ringfinger. Er reagiert negativ auf Druck im Ballenbereich. Eine zweite Problemquelle ist der Zentralnerv. Er läuft durch einen schmalen Tunnel im Handgelenk, dem Karpaltunnel. Der Druck und das Abwinkeln der Hand führen zum bekannten Karpaltunnelsyndrom. Das Karpaltunnelsyndrom führt seinerseits zu Taubheitsgefühl und Schwächen an Daumen, Mittel- und Zeigefinger. Unser Ansatz ist nun: Das BioXCell- System schützt durch ein Gelpolster im Handballenbereich den Ulnarnerv. Dabei besteht das BioXCell-System aus einem zweistufigen Aufbau, das heißt über dem Gelpolster am Handballen liegt noch eine zweite Polsterung. Durch diese starke Polsterung, die ungefähr 0,8 cm hoch ist, kann der Greifreifen nicht mehr auf den Mittelbereich der Hand drücken, in dem der Karpaltunnel liegt.

THERA-BIZ: Können Physiotherapie-Praxisinhaber ihre Handschuhe bei sich in der Praxis verkaufen?

Marcus Chiba: Ja, selbstverständlich. Physiotherapeuten können gern unsere Produkte in der Praxis verkaufen. Wir stellen dafür kleine Warendisplays und ausführliches Prospektmaterial zur Verfügung. Außerdem haben wir ein umfangreiches Lager in Deutschland, um innerhalb von ein bis zwei Werktagen nachliefern zu können. 

THERA-BIZ: Lohnt sich denn der Verkauf für Physiotherapeuten als Zusatzgeschäft?

Marcus Chiba: Ich meine ja. Handschuhe sind ein interessantes Zusatzgeschäft für Physiotherapeuten, da der Verkauf wenig Platz benötigt und keine Zusatzkosten entstehen. Es gibt einige Highend-Fitness-Studios und Physiotherapeuten, die aus hygienischen Gründen nur mit Handschuhen trainieren lassen. Zudem ist der Handschuh ein Problem löser sowohl im Fitnesstraining als auch für Rollstuhlfahrer. Er macht das Training oder die Fahrt mit dem Rollstuhl angenehmer, sicherer und effizienter. Wer seinen Patienten einen guten Service geben will, sollte auf diesen zusätzlichen Nutzen hinweisen.

THERA-BIZ: Kann sich eine Praxis als Händler für die Handschuhe eintragen lassen? Zu welchen Konditionen?

Marcus Chiba: Jeder Physiotherapeut kann ein Chiba-Händler werden und erhält dafür spezielle Einkaufskonditionen.

THERA-BIZ: Wie viele Physiotherapeuten gehören zu Ihren Kunden? Wie viel Prozent machen sie aus?

Marcus Chiba: Wir haben mit Physiotherapeuten gute Erfahrungen gemacht und haben hier viele treue Kunden. Natürlich machen sie nur einen geringen Umsatz bei uns aus, da wir als Sporthandschuhhersteller eine große Anzahl von Sporthandschuhen führen, die im Sportfachhandel verkauft werden. Aber die Berufsgruppe der Physiotherapeuten ist uns sehr wichtig, da sie sehr kompetent beraten und den Vorteil von Handschuhen gut darstellen können.

THERA-BIZ: Was gibt es Neues? Gibt es für den Besucher der FIBO Neuigkeiten zu sehen?

Marcus Chiba: Für die FIBO haben wir neue Handschuhe entwickelt mit verbesserter Handgelenksbandage. Es sind viele medizinische Aspekte eingeflossen, um das Handgelenk optimal zu stabilisieren. Außerdem werden unsere Handschuhe mit Silberfäden ausgestattet, die antibakteriell wirken und „das Stinken“ der Handschuhe verhindern. Da die Optik auch wichtig ist, haben wir eine Carbon- Linie und eine Swarovski-Linie für Damen kreiert.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Reinhild Karasek.

Ausführliche Produktinformatioen zu den Handschuhen 11046 GEL Protect Pro und 11216 Argon Premium Kevlar lesen Sie hier.



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