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Neugründung oder Nachfolge?
„Die Beratung hat uns geholfen“ - im Bild: Martin Kopetsch (links) und Dominik Hollmann...

Neugründung oder Nachfolge?

Zwei Physiotherapeuten, Martin Kopetsch und Dominik Hollmann aus Dortmund, schlugen beide Wege, den der Nachfolge und den einer Neugründung, parallel ein und berichten THERA-BIZ von ihren Erfahrungen.

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit gibt es für Existenzgründer zwei Möglich - keiten: Eine Therapieeinrichtung über - nehmen oder neu gründen. THERA-BIZ beleuchtete bereits beide Optionen immer wieder unter den steuerlichen wie wirtschaftlichen Aspekten. Aber was sagen Therapeuten in der Praxis dazu?

Martin Kopetsch und Dominik Hollmann sind zwei junge, ehrgeizige Physiotherapeuten in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt aus Dortmund sowie Holzwickede. Zusammen haben Sie die Geschäftsführung einer Physiotherapie- Praxis im Herzen von Dortmund, das Therapiezentrum Schildhauer, im dortigen DOC – die Abkürzung steht für Dortmunder Centrum für Medizin + Gesundheit – übernommen.

 

Gleichzeitig eröffnete Martin Kopetsch im Mai 2016 als Inhaber sowie Geschäftsführer das Therapiezentrum am Markt, zentral in Holz wickede gelegen mit direkter Verkehrsanbindung nach Dortmund und Unna.

THERA-BIZ: Herr Hollmann, Herr Kopetsch, Sie haben sich als Therapeuten kennengelernt, als Sie zusammen in einer Praxis gearbeitet haben. Dann wollte der Praxisinhaber die Therapie - einrichtung verkaufen, woraufhin Sie sich entschlossen haben, die Praxis zu übernehmen. Welcher Aspekt gab den Ausschlag für die Nachfolge?

Dominik Hollmann: Wir beide haben in dieser Praxis schon fünf Jahre zu sam - mengearbeitet und immer wieder war der Wunsch, sich selbstständig zu machen, aufgekommen. Dann gab der Praxisinhaber bekannt, sich zurückziehen zu wollen. Das Arbeitsklima, die Zusammenarbeit mit den Ärzten und die langjährigen Patienten ließen keinen Zweifel daran, dass wir diese Chance ergreifen mussten. Wir konnten uns das nicht entgehen lassen, obwohl Martin Kopetsch schon den anderen Standort neu gegründet hatte. Hätten wir die Praxis nicht übernommen, wäre diese eventuell an einen Unternehmer gegangen und das Team hätte auf kurz oder lang nicht mehr existiert. Die Abläufe, die Zahlen – all diese Dinge waren uns hier schon vertraut und die Einrichtung unter dem Namen hier in Dortmund etabliert.

THERA-BIZ: Wie kamen Sie auf die Idee, das zusammen zu machen?

Dominik Hollmann: Wir beide haben in unserer vorherigen Zusammenarbeit schnell gemerkt, dass wir uns sehr gut ergänzen. Wir wussten, worauf wir uns ein lassen, kennen die Stärken und Schwächen des anderen.

THERA-BIZ: Gleichzeitig haben Sie, Herr Kopetsch, in Holzwickede eine neue Praxis gegründet. Welche Unterschiede sehen Sie in einer Neugründung im Vergleich zum Kauf mit Inventar?

Martin Kopetsch: Bei einer Neugründung muss erst einmal Akquise betrieben werden. Ärzte und Patienten müssen auf einen aufmerksam gemacht werden. Es ist ein deutlich unsicheres Unterfangen als der Kauf einer bestehenden Praxis. 

Dominik Hollmann: Beim Kauf mit In - ventar hat sich in Dortmund erst einmal nicht viel geändert, da wir ebenso die Namensrechte mit gekauft haben. Nach einiger Zeit sieht man dann aber auch, dass man räumlich gesehen Dinge anders gemacht hätte.

THERA-BIZ: Die Praxis in Dortmund ist in einem großen Ärztehaus. Wie läuft die Kooperation mit den Zuweisern? Wie haben die auf Ihre Nachfolge reagiert?

Dominik Hollmann: Die Zusammen - arbeit funktioniert sehr gut. Immer wieder finden Gespräche statt, auch um unsererseits die Ärzte bei neuen Vorgaben im Bereich der Heilmittel zu unterstützen und aufzuklären. Selbst die Trainingsmöglichkeiten werden von den Ärzten gerne genutzt.

THERA-BIZ: Hat Ihr Vorgänger Sie den Zuweisern, den Praxis-Nachbarn als Nachfolger vorgestellt?

Dominik Hollmann: Wir haben uns selbst vorgestellt.

THERA-BIZ: Wie haben Sie zu den Ärzten Kontakt aufgenommen?

Dominik Hollmann: Die eine oder an - dere Praxis hat von sich aus uns kontaktiert, weil sie an der Zusammenarbeit mit einer Physiotherapie-Praxis interessiert sind. Wir nutzten diese Möglichkeiten dafür, um über das korrekte Ausstellen von Heilmittelverordnungen zu sprechen, da sich 2017 viel in dem Bereich geändert hat. Immer wieder gibt es Sonderfälle in Fragen des langfristigen Ver - ordnungs bedarfs. Und unsere Erfahrung zeigt: Die Ärzte sind froh, wenn sie dabei Unterstützung bekommen.

THERA-BIZ: Sie haben für die Nachfolge eine Unternehmensberatung in Anspruch genommen. Welche Gründe sprachen dafür?

Dominik Hollmann: Bei solch einer Übernahme gibt es so viele Dinge zu beachten. Es fängt schon mit dem Businessplan an. So einen selbst zu schreiben, wäre für uns nicht möglich gewesen. Des Weiteren haben wir dadurch viele Kontakte bekommen und hatten in schwierigen Situationen immer einen Ansprechpartner.

THERA-BIZ: Sie haben sich für eine Fortsetzung der Beratung, also auch nach dem Kauf, nach der Neugründung entschieden. Wie läuft das ab?

Dominik Hollmann: Die Beratung wird von uns jetzt seit zwei Jahren in Anspruch genommen. Sie findet telefonisch und über einen WhatsApp-Chat statt. Monatliche Treffen gehören ebenfalls dazu.

THERA-BIZ: Sie haben einen Projektplan erarbeitet. In welchen Punkten hilft er Ihnen?

Dominik Hollmann: Es ist wichtig, zu wissen, wo man steht und wo das Ganze hingehen soll. Ob Ausgaben, Personalplanung so verlaufen, wie sie geplant waren. Es ist so immens wichtig, sich eine Übersicht zu verschaffen und zu behalten!

THERA-BIZ: Welche Entwicklungsschritte waren die wichtigsten?

Dominik Hollmann: Vor allem die Mo - nate vor dem Kauf waren für die persönliche Entwicklung sehr prägend. Es war nicht immer leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Auch hier fehlte uns natürlich die Erfahrung. In kürzester Zeit mussten wir so viel lernen.

THERA-BIZ: Wie bewerten Sie die Beratung?

Dominik Hollmann: Die Beratung hat uns sehr viel gebracht, denn so hatten wir immer einen kompetenten Ansprechpartner an der Hand. Die Businesspläne und Gespräche bei der Bank – das Ganze hätten wir alleine nicht geschafft!

Martin Kopetsch: Ohne die Beratung hätten wir es wohl nicht geschafft. Die Bank hatte uns zu Beginn signalisiert, dass wir uns beraten lassen sollten. Bei vielen rechtlichen Fragen konnte uns dann über ein Netzwerk von Unternehmensberatung / Steuerberatung / Rechtsanwalt bei Fragen auch stets schnell geholfen werden. 

THERA-BIZ: Was empfehlen Sie Ihren Kollegen?

Dominik Hollmann: Ich würde jedem raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Allein aus dem Grund, um sich als Therapeut auf das konzentrieren zu können, was man am besten kann: therapieren.

Martin Kopetsch: Bei der Nachfolge sollte auf jeden Fall eine neue Gesellschaft gegründet werden. So ist man nicht für die Fehler des Vorgängers haftbar. Bei der Neugründung sollte hingegen gegebenenfalls der Investitionsbetrag höher angesetzt werden, falls es zu unvorhergesehenen Kosten kommen sollte.

THERA-BIZ: Welches Ziel haben Sie sich als Nächstes gesteckt?

Dominik Hollmann: Den Selbstzahlerbereich auszubauen.

Martin Kopetsch: Auf jeden Fall muss der Selbstzahlermarkt viel mehr beworben und genutzt werden.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Reinhild Karasek.



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